• Jens und sein Weinkeller
Jens und sein Weinkeller, Bild 1/3
Jens und sein Weinkeller, Bild 2/3
Jens und sein Weinkeller, Bild 3/3

Jens und sein Weinkeller




Jens Reppert ist für die edlen Tropfen in unserem Haus verantwortlich. Er war die letzten Wochen immer wieder unterwegs um Neues zu entdecken, neue Winzer kennenzulernen und unseren Weinkeller mit guten Weinen zu füllen. Doch wie entscheidet man sich für einen Wein was ist wichtig? Diese Frage und weitere hat er beantwortet...

Was macht für mich einen guten Wein aus?

 

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten.

Ein guter Wein muss perfekt zur Situation passen oder ganz leicht und unkompliziert sein. Ein Wein muss schmecken, er braucht Substanz und Charakter.

Denn ein flacher Wein ist ein teurer Ersatz für Wasser.

Ein Rotwein sollte nicht Säure betont sein, das steht für mich fest. Weißweine können von fruchtig bis säuerlich alle Facetten aufbieten, wichtig ist eine harmonische und stimmige Note.

 

Die Weinauswahl für unsere Gäste, auf was lege ich besonderen Wert?

 

Der Geschmack steht ganz klar im Vordergrund. Es sind aber auch das Etikett und der Auftritt des Winzers die für mich wichtig sind. Heute ist es nicht mehr wichtig ob ein Wein Rebsortenrein ist oder ob es ein Cuvée ist. Zum Beispiel sind Chardonnay und Weißburgunder in sich hervorragende Rebsorten, aber in einem Cuvée schmecken sie auch hervorragend.

Der persönliche Kontakt mit dem Winzer liegt mir besonders am Herzen. Viele unserer Weine kommen direkt aus der Region und so schaue ich gerne auf den Weingütern vorbei, genieße die Chance Neues zu probieren oder einfach ein paar interessante Gespräche zu führen.

 

Doch wie kommt man zu einem neuen Wein?

Manche Weine entdecke ich in einem Fachmagazin oder ganz schlicht und einfach wenn ich essen gehe. Mit dem Wein ist es wie beim ersten Rendezvous man muss sich kennenlernen. Wichtig zu wissen ist wo ein Wein herkommt. Sich ein Weingut anzusehen mit Winzern zu sprechen und mehr über einen guten Tropfen zu erfahren ist für mich, als Weinliebhaber, unabdingbar.

Jedes Mal, wenn ich einen unserer Winzer besuche stelle ich mir die Frage: „Was würde unseren Gästen wohl schmecken?!“ Denn es ist ja nun einmal so, dass Geschmäcker unterschiedlich sind und das ist auch ganz wunderbar. So liebe ich zum Beispiel holzige Weine, die im Barrique ausgebaut sind, aber das ist nicht jedermanns Geschmack. Und so ist es immer wieder spannend für mich ob die ausgesuchten Weine gut bei unseren Gästen ankommen und ob diese wohl unseren Gästen genauso viel Freude bereiten wie mir.

Was sind meine Trends für das Jahr 2017? 

 

Im Rotweinbereich sehe ich drei Trends.

Spätburgunder aus französischen Klonen das sind Rebanlagen auf die französisches "Erbgut" aufgepfropft wurde. (Das heißt eine amerikanische Wurzel im Boden und dann kann fast jede X-beliebige Rebsorte darauf veredelt werden.) Fruchtiger als die Deutschen Klone, kleines bisschen gehaltvoller. Aber am Ende kommt es auf den Kellerausbau an. 

 

Einen anderen nicht ganz klaren Trend sehe ich in Rebsorten die eigentlich in unseren Breitengraden nicht zu Hause sind. Dazu gehört zum Beispiel ein Syrah, Cabernet Sauvignon oder Merlot. Schwere vollmundige Weine die man aus Italien oder Spanien kennt. 
Wenn mich Gäste nach einem guten kräftigen Italiener fragen, dann kann ich gerne den einen oder anderen Schatz auf unserem Weinkeller empfehlen. Inzwischen kann ich aber auch eine badische Alternative nennen. Denn unsere heimischen Winzer können dem Anspruch an sehr kräftigen Rotweinen gerecht werden. Ganz klares Beispiel ist der Wein "Novis" vom Weingut Dr. Heger. Oder der Syrah von den Oberkircher Winzern.

 

Ein weiterer Trend sind die kräftigen Spätburgunder mit ausgewogenem Holzton, zum Beispiel vom Weingut Landmann, L&C Keller oder Konstanzer.

Das sind kleine Winzer, die immer wieder überraschen.

 

Für die Weißweine sind die Trends dieses Jahr, ganz anders als bei den Rotweinen, schlank und fruchtig.

2015 war ein Jahr der sehr fruchtigen und opulenten Weißweinen. 2016 hingegen steht in einem Kontrast dazu. Das Jahr war weniger heiß und somit haben die Trauben weniger Zucker entwickelt. Generell kann man behaupten, dass der Trend in Richtung schlanker Weine führt. Vollmundige ausladende Grauburgunder findet man lediglich noch im Barrique Fass ausgebaut.

Also wird eine gesunde Säure von den Winzern angestrebt was den Wein für den Sommer natürlich spritzig und knackig macht.

 

 

Meine Favoriten:

Mein Favorit schon über viele Jahre hinweg  ist der Mimus Spätburgunder vom Weingut Dr. Heger. Nicht zu kräftig, aber ausgewogenes Holz. Mit schönen Gerbstoffen und einem runden Kirscharoma.

Dieses Jahr wurde mein Favorit abgelöst vom Spätburgunder-Pur- Winklen vom Weingut Konstanzer. Beide kommen aus Ihringen am Kaiserstuhl, beide aus der fast gleichen Lage. Doch ganz anders.

Filigraner, aromatischer, facettenreicher, wow!!  Aber das Weingut Konstanzer ist nicht um sonst seit über 18 Jahren bei uns auf der Karte vertreten.

Bis jetzt, denn ich habe werde die nächsten Wochen über noch einige Weingüter besuchen ist ein Chardonnay vom Weingut Konstanzer mein Favorit.

Dieser ist im Barrique ausgebaut wird aber nicht durch das Holz überlagert. Ich empfehle diesen Wein gerne zum Abendessen, da er doch einiges an Volumen mitbringt. Aber natürlich kann man sich diesen Wein auch beim gemütlichen Zusammensein genießen. Ein Wein der einfach alle Sinne verführt.

Das Weingut Johner, hat im vergangenen Juni Einzug in unserem Weinkeller erhalten die Weine sind ausgewogen, jung und spritzig.

Für den Sommer bzw. Auf der Terrasse empfehle ich hier das Lössmännle, ein fruchtig frischer Verschnitt aus Rivaner, Auxerois, Sauvignon Blanc und Riesling.

 


Hotel Reppert: Ausgezeichnet von Wellnessstars Hotel Reppert: Ausgezeichnet vom Relax Guide Logo Wanderbares Deutschland Hotel Reppert: ausgezeichnet vom Land Baden-Württemberg für erstklassige Gastronomie Schwarzwald TourismusLogo Naturparkwirte Hotel SchwarzwaldUmweltmanagement im Hotel Reppert  Wellness Heaven Logo