Regionale Küche ist im Hochschwarzwald ist keine Modeerscheinung
Die Bauern hier haben immer das gegessen, was nah war und was die Jahreszeit hergab. Räuchern, einlegen, einkochen – Techniken, die nicht aus dem Trend kamen, sondern aus der Not. Heute steckt davon noch viel drin: im Kirschwasser, das nach alten Familienrezepten gebrannt wird. Im Wild, das aus dem Wald kommt und auf keiner Zuchtliste stand. Im Käse, der jenseits des Rheins von kleinen Höfen stammt. In den Pfifferlingen, die im Sommer nach Regen aus dem Boden schießen. Das schmeckt man. Und man weiß sofort, wo man ist – auch ohne aus dem Fenster zu schauen.
Das Vesper ist die einfachste Form von regionaler Kulinarik:
Brot, Käse, ein Messer – gegessen dort, wo man gerade steht, auf dem Stein an der Wegkreuzung oder mit Blick auf den Feldberg. Die Kirschtorte ist das Gegenteil: Schicht für Schicht, Biskuit, Kirschen, Sahne, Kirschwasser – ein Stück Handwerk, das man nicht hastig isst und das in einem Café in der Stadt nie genauso schmeckt. Und der Rehrücken im Herbst, langsam geschmort, mit Spätzle und Preiselbeeren, braucht vor allem Zeit – die man hier zum Glück hat. Drei sehr verschiedene Dinge. Aber alle drei erzählen dieselbe Geschichte: dass gutes Essen vom Ort kommt, an dem man isst.
Im Reppert kommt Liebe auf den Tisch
Küchenchef Timo Matthes kocht seit vier Jahren mit dem, was der Hochschwarzwald gerade hergibt: Pfifferlinge im Sommer, Wild im Herbst, Kirschtorte nach Hausrezept das ganze Jahr. Wer tagsüber unterwegs ist, nimmt auf Wunsch ein Vesper mit: Brot von der Bäckerei Unmüßig, Käse aus der Region. Abends vier Menüs zur Wahl, offene Weine, ein Tisch, an dem man gerne länger sitzt.
















